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Der italienische DTM-Gigant

  • Autorenbild: suggysug
    suggysug
  • 5. Nov. 2020
  • 3 Min. Lesezeit

Hach, die 1992ger das Geburtsjahr meiner schönen Frau, ich kleiner Lümmel frisch im ersten Schuljahr und sogar der Olli von PCGC Podcast war auch noch relativ jung. In den Jahr 1992 wurde auch Bill Clinton zum 42. Präsidenten gewählt, ...in Sarajevo ein Stadtteil von den Serben belagert, ...Erich Honecker auf dem Berliner Flughafen verhaftet, ...Schweden Fußball-Europameister und der Liter Super kostete an der Tanke 1,56 DM. 92 war auch in der Autowelt ein wildes Jahr voller wunderschöner und besonderer Autos zum Beispiel vom Ur-Audi S4, dem flachen LM-artigen Jaguar XJ220, dem "grandtourischen" Porsche 928, dem äußerst luxuriösen Bentley Brooklands, dem vergessenen "Underdog" Ferrari 456, die geländetaugliche Sondereinheit Hummer H1, dem amerikanische SUV Jeep Grand Cherokee, den damals (und für sehr lange Zeit) schnellsten Auto der Welt McLaren F1 und der beginn einer Dirt-Legende - dem Subaru Impreza (erste Generation!) um ein paar der bekannteren Modelle zu nennen.

Zu diesen Namen gesellt sich auch ein ganz besonderer Alfa Romeo, der 155. Eine Mittelklassen-Limousine der den Alfa Romeo 75 ersetzt. Der größten Unterschied (neben dem offensichtlichen Design und der Motorisierung) zwischen den Modellen war das der 75 einen Hackantrieb hatte während der 155 über die Vorderachse den Leistung auf die Straße brachte, mit Ausnahme des 155 Q4 der sich seinen Allradantrieb mit den Rennsport 155 teilt. Den DTM auf Basis des Q4 möchte ich euch also heute vorstellen!


Seine Ursprungsplattform basiert dabei auf eine modifizierte Tipo-Plattform, also die gleiche die auch Fiat Tempra, Fiat Coupé, Fiat Bravo, Fiat Brava, Fiat Marea, Fiat Multipla, Lancia Delta II und Lancia Dedra sowie Alfa Romeo 145, Alfa Romeo 146, Alfa Romeo Spider und Alfa Romeo GTV sich Teilen. Der 155 wurde von I.DE. Institute in Turin entworfen.


Außer dem typischen sportlicheren Aussehen und der stärkeren Motorleistung unterschied sich der Q4 (und der V6) mit einem elektronisch geregelten Dämpfersystem mit zwei Einstellungen (automatisch und Sport) von den anderen 155. Sein turboaufgeladener 2-Liter-Reihen-4-Zylinder-Motor leistete 190 PS und einem Drehmoment von 297 NM bei 2500 U/Min, was den Racker in 7 Sec auf 100 rennen ließ und das bis 225 km/h und nahm damit die Konkurrenz wie Ford oder Opel ins Visier.

Auch im Rennsport lief es mit dem 155 echt gut. So konnte man in der italienischen Tourenwagen-Meisterschaft souverän gewinnen. 1993 setzt man ihn dann in der DTM mit einem V6-Motor in der DTM ein. Larini holte sich hier auf Anhieb die Meisterschaft und legte den Grundstein für eine lang anhaltende, überaus erfolgreiche Karriere des 155 im Motorsport. Ich habe mich dabei im Design an die Nummer 11 vom Christian Danner gehalten. Also dem Mann der dann als Co-Kommentator bei der Live-Übertragung der Formel 1 auf RTL mit Heiko Waßer moderierte. 1999 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Rubrik „Beste Sport TV-Live Übertragung“ ausgezeichnet. Sein größter Erfolg seiner Karriere, denn im Rennsportmäßig konnte er leider keine bedeuteten Pokale für sich ergattern. (Da half selbst der Alfa nichts… mit dem er damals fünfter in der Gesamtwertung wurde.) Im DTM werkelte ein 2,5-Liter-V6 mit 420 PS und 294 NM bei 8000 U/min, bei 1100 kg das Fahrzeug erreichte damals je nach Einstellung 260-300 km/h.


Meine Forzaversion des 155gers die vom DTM-Rennwagen inspiriert ist hab ich auch technisch mein möglichstes gemacht um dem Rennwagen so nahe wie möglich zu kommen. Da es den gleichen Motor nicht in Forza gibt, hab ich ihm einen 3,7 Liter V6 verpasst der ebenfalls 420 PS liefert, allerdings bei 400 NM bei 7000 U/min. Auch ist es für mich unmöglich das Gewicht zu erreichen und konnte ihn immerhin auf 1189 kg abspecken lassen. Damit erreicht er 300 km/h und beschleunigt auf Hundert in 3,29 Sec was sich vom Original nicht zu verstecken braucht, allerdings die 255 Bereifung und die fehlende Widebody-DTM-Kit lassen in der Querbeschleunigung im direkten Vergleich zu wünschen übrig. Mein Auto der Woche! Der Alfa Romeo 155 Q4/ V6 DTM!

Funfact: Mit dem Klassenlevel hab ich in Forza zufällig das Level der andern Tourenwagen getroffen. Den S 750 haben so ziemlich alle kleinmotorigen Tourenwagen in Spiel. (Wie der Audi RS 3 LMS der bei S 716 eingestuft ist.)

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