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Mit Pfeilen gegen Roboter!

  • Autorenbild: suggysug
    suggysug
  • 15. Aug. 2020
  • 6 Min. Lesezeit

Horizon Zero Dawn war eins der besten Hausmarkenspiele von Sony und so verwundert es nicht das die Leute heiß sind auf den kommenden 2ten Teil. Überraschender Weise hat sich Sony sich dazu gerungen auch die PC-Spielerschaft mit diesem Meisterwerk zu beehren. Doch ist der Port wirklich ein Meisterwerk? Ihr erfahrt es in dem folgenden Review:


Story/Dialog: 10/10

Stellt euch eine Welt vor in dennen Menschen relativ primitiv sind, eine Welt ohne Autos, ohne Computer, ohne die Technik die wir kennen und jetzt ersetzt ihr die Tiere dieser Welt in Roboter die wie Tiere aussehen, das ist die Welt der Aloy, der Protagonist dieses Spiels, aufwächst, als Geächtete aus Gründen die sie nicht kennt und versteht.

Man ist also in diesem Spiel auf der Suche nach der Eigenen Herkunft und den Gründen warum man verstoßen ist und man sucht seinen eigen Platz in dieser Welt.


Ein damals wie auch heute immernoch, sehr spannende und unverbrauchte Story. (Bevor ich in die Details gehe lasst mich zu vor sagen das ich es knapp halten werde, zu Umfangreich ist das gebotene im Spiel um es jetzt in ein kompaktes Review zu schreiben, daher wird es mir nicht möglich sein alles zu erwähnen und zu erklären.)


Die Welt läd dabei ein sie zu erforschen, warum streifen in großen Teilen der Ebenen und Wälder statt Tiere Maschinen durch diese Welt? Was geschah mit der Zivilisation die sie geschaffen hat? Warum ist es Aloy und den anderen Nora verboten die Ruinen zu erkunden? Das waren die primären Ziele die mich angetrieben haben, die ganzen Unterschiedlichen Gegenden zu Erkunden von dennen ich ja auch Zahlreiche Bilder gemacht habe bei diesen Spiel. Sehr schön finde ich dabei das sie man sogar erkennt das es sich hierbei um Amerika handelt und es Parallelen zu unserer Welt gibt.

Auf diesen Reisen lernte ich neue Völker kennen die alle er eigene Ansichten der Welt hatten und auch ihre Schattenseiten wie zB die Nora (Das Volk dem eigentlich auch Aloy angehören sollte und von dennen sie verstoßen wurde), die Maschienen fürchten und bei dennen Hauptsächlich die Frauen das sagen haben. (In Form von Stammmüttern)

Die Osaram, die den Zwergen (nicht vom Aussehen aber von der Denkweise) anderer Spielen als ehesten gleichen, nur das sie nicht scharf auf Glitzer-Steinchen und Gold sind sondern auf Schrott und Metall.

Die Carja einem monarchistischen Reich mit Burgen und Adel, geführt von Männern dennen Etikette und Stolz wichtiger sind als alles andere.

Natürlich gibt’s noch ein Paar Völker mehr wie die schamanistischen Benuk die ich jetzt aber nich alle erwähnen möchte.


Der Dialog von Aloy dabei war sehr passend und stimmig gewählt, wobei es schon komisch war das der Protagist und ein anderer wichtiger Begleiter (der mysteriöse Sylance) so ziemlich normal gesprochen haben während alle andern sich eher altertümlich ausgedrückt haben. Ich habe dabei jede Sekunde des Spiels genossen und sogar jede Lektüre die es zum Lesen oder auch zu hören gibt mir im Spiel angesehn/angehört. Was ich nur bei spielen mache die ich wirklich interessant finde.




Questdesign:8/10

Das Quest-Design ist im Kern RPG-Singleplayer-typisch und keine große Revultion, geh töte dies, liefere das etc. Standart eben. Allerdings haben sie es in meist Interessanten Dialogen und logischen Storyverläufen verpackt so das ich meine Freude damit hatte. Außerdem denk ich erfindet hierbei niemand mehr das Rad neu, allerdings hätte ich mir die ein oder andere Quest gewünscht die sich mehr mit den einzelnen Charakteren beschäftigt, zb wo man wie in Witcher vielleicht mal, mit den Leuten die man kennen lernt, einen heben (saufen) geht um mehr Bindung zu den einzelnen Charakteren zu schaffen. Auch sind die Questverläufe der Nebenquest für meinen Geschmack zu brav (auch das hat das mir in Witcher besser gefallen), mit Ausnahme der Hauptquest die am Ende vorallem massiv an Dramatik gewinnt. Aber das ist kritik auf hohem Niveau.


Gameplay/KI/Bugs:10/10

Das Gameplay dabei ist hervorragend, Aloy reitet, klettert, rennt und schwimmt und sieht sich keine Grenzen gesetzt!... wenn man mit Controler spielt. Mit Maus und Tastatur kann die Steuerung sich manchmal als etwas hackelig erweisen was durchaus mich auch mal genervt hatte. Vor allem wenn es durch einen höheren Schwierigkeits grad bremslich wurde.


Apropo Schwierigkeitsgrade 6 Schwierigkeitsgrade gibt es: Story, Leicht, Normal, Schwer, Sehr Schwer und Ultra Schwer. Womit für jeden was dabei sein sollte, während ich auf der PS4 auf Normal gespielt habe, bin ich auf dem PC zwischen Schwer, Sehr Schwer und Ultra Schwer hin und her gependelt. Nicht nur der Schaden der Gegner erhöhte sich beim steigendem Schwierigkeitsgrad, auch wurden sie Aufmerksam und Intelligenter, auf Ultra Schwer gipfelte dann das ganze wo man keine Lebensanzeige der Gegner mehr sehen konnte, Gegner dich schon am Horizont erblickten, einen massiven Schaden verursachten, weniger Beute fallen ließen und Ware beim Händler teurer war. Trotzallem empfand ich die Schwierigkeitsgrade als Fair ausgelegt und nicht nur als sinnlose Spielzeitstreckung was bei vielen andern Titeln oftmals der Fall ist.


Dafür würde ich gleich mal auf die Gegnerarten eingehen, die hier aus Mensch oder Maschine besteht. Da aber Menschen sich in diesem Spiel nicht viel anders verhalten wie in den meisten andern RPG-Spielen werde ich nur kurz auf sie eingehen. Okey vielleicht sind sie ein bisschen schlauer, da sie doch mal reagieren wenn ein Kumpel tot da liegt. Aber ich würde sie vermutlich am ehesten mit der Assassins Creed-KI vergleichen. Wo die Menschen dann Misstrauisch werden und nach der Bedrohnung suchen. (Meistens sogar am Ort woher der Schuss herkam.) Allerdings ist die KI dann im aktiven Kampf doch nicht so schlau mich einzukreisen sondern locken mich lieber mit Sprengmunition gezielt aus der Reserve.


Ne der eigentliche Star hier sind ganz klar die Maschinen, die auf eine vielzahl an Nahkampf und Fernkampfwaffen greifen. Bewegungen die man vor allem im höheren Schwierigkeitgrad erstmal einstudieren muss um per Hechtrolle auszuweichen. Mit Hilfe des Fokus kann man diese Maschinen studieren, entweder um ihre Laufwege der Patrollien ausfindig zu machen oder auch die Schwächen der Maschine zu verstehen.

Schwächen sind meist Körperteile die man abschießen kann. Manchmal kann man dadurch auch Körperteile wie Waffen gegen sie selber einsetzten, manchmal kann man auch so gewisse Körperteile zum explodieren bringen, oder manchmal schießt man Rüstungteile ab um an die Stellen zu kommen wos richtig weh tut. Ihr seht ihr müsst euch hier den Waffen, den Elementen wie Feuer, Eis, Elektrizität usw. von euch und euren Gegner beschäfftigen um effektiv den meisten Schaden zu verursachen. Hinzukommen Tools wie den Seilwerfer mit dem ihr Gegner vom Himmel holen könnt oder am Boden fixiern könnt um gezielt leichter Teile abzuschiesen oder gezielt heftigen Schaden zu machen. Man kann aber auch Gegner übernehmen und einen für euch kämpfen lassen.

Ihr seht es gibt nicht den einen richtigen Lösungsweg einen Gegner zu besiegen aber viele. Manchmal ist es auch nicht notwendig überhaupt in den Kampf zu gelangen, manche Quests sind auch schleichend gut schaffbar.

Aber ich Rate davon ab, warum? Weil die Gegner massiv viel XP abwerfen, ich würde sogar sagen das man effektiv schneller mit dem töten von Gegner sein Level steigert als was man es rein durch erfüllen von aufträgen macht. Vermutlich deswegen wurden den Quests, neben der Erzählung und den XP eine weitere bedeutung gegeben denn ihr bekommt nicht nur durch Steigerung des Levels Fertigkeitspunkte für euren Skillbaum sondern auch durch abschließen der Quests.


Diese Fertigkeitspunkte könnt ihr in eurem Skillbaum in 4 Kategorien als Jäger, Krieger, Sammler, Reisender verteilen, die euch zb den Kampf oder sammeln von Gegenständen deutlich erleichtern.

Ja Crafting ist in diesem Spiel ein wichtiges Thema, den Munition, Verbesserungen etc baut ihr euch selber. Und selbst die Bezahlfür die hier aus Maschienenteilen besteht wird für das Krafting mitverwendet.


Ich könnte hier noch ewig weiter erzählen von den möglichkeiten die das Spiel bietet mehr auf die Skills und das Crafting eingehen, mehr über die 26 Monsterarten und Taktiken berichten. Aber das würde massiv dem Ramen meines Reviews sprengen, somit lasst mich sagen das ich es sehr gut fand.


Grafik/Athmosphäre/Sound/Soundkulisse/Vertonung/Bugs:9/10 o. 1/10.

Für die PS4 war es das Aushängeschild 2016, so gut sah es damals aus. Und auch jetzt findes ich sieht das Spiel noch sehr gut aus auf dem PC. Die Welt strotzt mit Detaillreichtum, die Monster und Menschen sehen grafisch fantastisch aus und die Athmosphäre die da durch entsteht ist beeindruckend. Untermalt wird das Ganze von einer hervorragenden Soundkulisse und wunderbaren Soundtrack. Auch ist die deutsche Vertonung in der ich gespielt hab brilliant. Eigentlich ein runde Sache oder und 10 von 10 wert oder?


... Naja wenn der PC-Port mehr Liebe der Entwickler erfahren hätte. Mich hat es jetzt nicht so schlimm erwischt so hatte ich, über mein kompletten Playthrough von knapp 55 Stunden, 3 Crashes 2 kritische Grafikglitsches und vereinzelt unkritisches kleinere Grafikglitsches, gelaufen ist das Spiel bei mir in 21/9 Auflösung in flüssigen 60 FPS (V-Sync begrenzt) in maximaler grafischen Einstellung. Für mein Spiel erlebenis also 9/10. Allerdings muss ich berichten das bei viel Spielern gibt bei dennen die Umsetzung nicht ansatzweise so gut lief, vor allem von viele kritischen Crashes ist die rede. Weshalb ich tatsächlich dem Spiel hier auch 1/10 geben könnte.

Preis/Leistung:8/10

Gut 55 Stunden hab ich in Horizon Zero Dawn verbracht um die Story durchzuspielen (ohne DLC), natürlich lässt sich da je nach Spielstil die Spielzeit noch weiter strecken oder verkürzen womit ich mir auch 30-100 Stunden für das Spiel vorstellen kann. Wären da die Bugs und Crashes nicht würde ich sagen das dieser Titel, obwohl es sich hier um ein spät eingreichter Port handelt, ein Vollpreis rechtfertigt. Zu schön ist die Welt, die Atmosphäre, das Gameplay und die Geschichte. Somit würde meine persönliche wertung aus meinser Spielererfahung auf 45/50 = 90% fallen. Aber auf Grund der genannten Probleme die ich selber zwar nicht erlebt hab würde ich aktuell mit Vorsicht eine Kaufempfehlung abgeben und auf eine Wertung von 37/50 kommen also 74%. Ich hoffe das die Devs die Probleme alle schnellst möglich beseitigen um jeden ein gutes Spielerlebnis ermöglichen die dieses Meisterwerk wert ist!

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